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- - 2Takt
Motor -
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Wie der Name schon
sagt schafft der Zweitaktmotor - im Gegensatz zum Viertaktmotor - ein komplettes
Arbeitsspiel während einer Kurbelwellenumdrehung. Für den
Gaswechsel werden keine Ventile benötigt. Der Gaswechsel wird von dem
Kolben und Schlitzen in der Zylinderwand gesteuert, es wird die Kurbelkammer
unterhalb des Kolbens zur Vorverdichtung des Kraftstoff- Luftgemisches benutzt.
Ventile, Nockenwelle, Steuerriemen/Kette ect. und das ganze Zeug wird nicht
benötigt!
Es gibt auch Exoten, die ein Auslaßventil besitzen, ferner unterscheidet
man die "Spülverfahren" des Gasaustausches in Gegenstromspülung,
Gleichstromspülung, Umkehrspülung usw. Dies und die verschiedenen
Einlaßsteuerungssysteme sollen uns an dieser Stelle, wo die grundsätzliche
Funktionsweise erläutert werden soll, nicht interessieren.

Arbeitsweise:
1.Takt |
2.Takt |
|
Vorgänge
oberhalb des Kolbens |
Über den geöffneten
Überströmkanal strömen die vorverdichteten Frischgase in
den Brennraum und drücken die Abgase aus dem
Auslaßkanal heraus. Der Kolben verschließt beim Aufwärtsgehen zuerst den Überströmkanal, dann den Auslaßschlitz. |
Kurz vor OT* entzündet die Zündkerze das Gemisch. Der Kolben wird durch die sich ausdehnenden verbrennenden Gasen, nach UT* gedrückt. Zuerst wird vom Kolben nun der Auslaßschlitz geöffnet, bevor der Überströmkanal wieder freigegeben wird. |
Vorgänge
unterhalb des Kolbens |
Unterhalb des Kolbens entsteht beim Aufwärtsgehen ein Unterdruck, der sobald die Kolbenunterkante den Einlaßschlitz freigibt, die Frischgase in die Kurbelkammer saugt. | Der abwärtsgehende Kolben verschließt mit der Unterkante den Einlaßschlitz. Die Frischgase werden vorverdichtet. |
Vorteile des Otto-Zweitaktmotors gegenüber einem Viertaktmotor:
• Einfacher
Aufbau
• Weniger bewegliche Teile (nur drei Hauptteile: Kolben, Pleuelstange,
Kurbelwelle)
• Gleichförmigeres Drehmoment, keine Leertakte
• Vibrationsärmer
• Kompakt Bauweise
• Geringes Baugewicht
• Niedrigeres Leistungsgewicht des Motors
• Hohe Hubraumleistung
• Ruhigerer Lauf bei gleicher Zylinderzahl
• Niedrigere Herstellkosten
Nachteile des Otto-Zweitaktmotors gegenüber einem Viertaktmotor:
• Schlechtere
Füllung. Trotz doppelter Arbeitstaktzahl wird infolge des offenen Gaswechsels
nur eine Mehrleistung von etwa 30% erzielt
• Schlechteres Abgasverhalten, höhere CH-Werte
• Höhere Wärmebelastung, Leertakte fehlen
• Geringere bis mittlere Kolbendrücke wegen schlechterer Zylinderfüllung
• Schlechteres Leerlaufverhalten wegen Abgasresten im Motor
• Höherer spez. Kraftstoff- und Ölverbrauch
Störungen bei Zweitaktmotoren:
Problem: |
Lösung: |
nachlassende
Motorleistung |
• Verschmutzung Luftfilter • Ölkohleablagerungen • Fehlerhafte Belüftung des Kraftstoffbehälters • Zu geringe Kraftstoffzufuhr • Zündkerze verölt/verkokt • Zündkerze mit falschem Wärmewert • Falsche Einstellung des Zündzeitpunktes • Schlechte Kompression • Kurbelkammer undicht |
Motorklopfen |
• Zu dicke Ölkohleschicht
im Verbrennungsraum und auf dem Kolben (Verdichtungsveränderung) • Zündzeitpunkt zu weit vor Oberen Totpunkt (Frühzündung) • Glühende Ölkohle im Verbrennungsraum |
heißer
Motor |
• Verschmutzung der
Kühlrippen • Störung der Flüssigkeitskühlung • Verwenden von zu mageren Kraftstoff-Luft-Gemisch • Falsches Mischungsverhältnis von Kraftstoff und Zweittaktöl • Verwenden von falschem Öl • Auftreten von Glühzündungen • Zu hohe Wärmeaufnahme durch geschliffene oder abgeschmirgelte Kolbenboden |
"Viertaktern" |
• Überlaufen des
Vergasers • Schwimmereinrichtung bzw. Schwimmer defekt • Auspuffkanal mit Ölkohle zugesetzt • Luftfilter verschmutzt |
Die
Erklärung des Motors wurde mit Hilfe von dem Boardbenutzer "dersm"
mitgestaltet.